Sind positive Affirmationen gefährlich?

Positive Affirmationen helfen Dir auf einfache Art und Weise erfolgreicher, selbstbewusster, gesünder, kurz: glücklicher zu werden.

Doch ist das wirklich so? Laut einer Studie der kanadischen „University of Waterloo“ können Affirmationen auch genau das Gegenteil bewirken. Die Probanden fühlten sich dann sogar schlechter als ohne die Affirmation.

In diesem Artikel möchte ich dir erklären, was genau bei dieser Studie in Kanada passiert ist, warum ich dennoch überzeugt bin von positiven Affirmationen als Werkzeug, und wie du sie gefahrlos für dich nutzen kannst.

Sind Affirmationen gefährlich?

Positive Affirmationen: Kraftvoll für die einen, für die anderen gefährlich

Kraftvoll für die einen, für die anderen gefährlich – so lautete das Fazit der besagten Studie. Was genau ist da passiert?

Die Forscherin Dr. Joanne Wood und ihr Team baten die Testpersonen, die folgende Affirmation aufzusagen: „Ich bin eine liebenswerte Person.“ Allen Probanden mit nach eigenen Angaben hohem Selbstwertgefühl ging es danach eindeutig besser.

Die Testpersonen mit geringem Selbstwertgefühl allerdings, die Menschen, die von sich angaben ängstlich oder gar depressiv zu sein, fühlten sich aber sogar noch schlechter, nachdem sie die positive Affirmation sprechen mussten. Für diejenigen also, die es am dringendsten nötig hatten, funktionierte die Affirmation nicht.

Warum aber schadete die Affirmation diesen Probanden sogar?

In Deinem Bewusstsein sind viele Überzeugungen aktiv. Manchmal sind das genau die Überzeugungen, die du ablegen möchtest.
Nehmen wir einmal an, du möchtest finanziell frei werden und du arbeitest mit der Affirmation „Ich bin ein Millionär.“ – natürlich würdest du das gerne glauben, aber da gibt es vermutlich eine Instanz in dir, die regelrecht schreit „Blödsinn – das stimmt ja gar nicht“.

Diese Instanz nennen wir auch den Inneren Kritiker. Dieser Innere Kritiker wird dir jede Menge „Beweise“ an die Oberfläche spülen, warum du eben kein Millionär bist: „Warum fährst du dann immer noch diesen alten Golf?“, „Hast du mal auf deinen Kontostand geschaut?“, und so weiter.

Und welches Gefühl lösen diese nachfolgenden Gedanken wiederum in dir aus? Fühlst du dich nun wie ein Millionär oder vielleicht eher wie ein … Versager? Richtig, und genau das ist der Mechanismus, welcher bei den Probanden des Experiments abgelaufen ist. Deine Gedankenspirale zieht dich nach unten, nicht nach oben. Weil die Diskrepanz einfach zu hoch war.

WAS KANNST DU TUN, UM DIESEN FEHLER SELBST ZU VERMEIDEN?

Wie aber kannst du sicherstellen, dass deine Affirmationen kraftvoll FÜR dich arbeiten und nicht GEGEN dich? Achte immer darauf, dass sich kein innerer Widerstand gegen deine Aussage bildet und dein Innerer Kritiker stumm bleibt:

Möglichkeit 1: Reibungsfrei formulieren

Formuliere deine Affirmation immer so, dass sie nicht gegen deine inneren Überzeugungen oder gegen deine unbewussten Glaubenssätze widerspricht. Letztlich ist es immer nur eine Frage der Formulierung. Du kannst in jedem Bereich eine Affirmation finden, die zwar einen wunden Punkt bei dir markiert, aber dennoch unterstützend wirkt.

Nehmen wir als Beispiel die Affirmation: „Ich liebe mich.“ – du sprichst diesen Satz und bemerkst, wie er Unbehagen in dir auslöst. Es fühlt sich nicht stimmig an, du hast deinen wunden Punkt getroffen. Wie könntest du die Affirmation so formulieren, dass du keinen Widerstand mehr spürst?

„Ich lerne gerade, mich selbst zu lieben.“ oder „Mit jedem Tag liebe ich mich ein Stückchen mehr.“, fühlt sich das für dich nicht besser an?

Spürst du, wie die Wogen sich glätten, und du die Aussage besser annehmen kannst? Solche Formulierungen nennt man auch „Neutrale Affirmationen“. Sie beschreiben nicht das Ziel, sondern den Weg dorthin. Dabei bleibt die Aussage grammatikalisch dennoch in der Gegenwart. Du sagst also nicht „Ich werde mich lieben.“ sondern „Ich lerne (jetzt!), mich zu lieben.“

Möglichkeit 2: Fragen stellen

Hast du schon einmal den Begriff „Afformation“ gehört? Nein, das hier ist kein Schreibfehler, ich meine tatsächlich Afformation mit „o“.
Hierbei handelt es sich verkürzt zusammengefasst um die Frageform einer Affirmation. Eine Frage zu stellen, kann einfacher sein, als eine Aussage zu treffen. Denn eine Frage ist immer offen und stößt bei deinem inneren Kritiker somit nicht auf Widerstand.

Negative Afformationen kennst du ganz bestimmt schon aus deinem eigenen Gedankenkarussell, z. B. „Warum werde ich eigentlich immer dicker?“
Achtung! Wenn du dich bei solchen Fragen erwischst, streiche sie sofort aus deinem Repertoire! Denn dein Unterbewusstsein wird kreative Antworten finden, und diese – wenn du oft genug fragst – in die Tat umsetzen. Als Folge hast du dann all die Gründe in deinem Leben, die dir deine Frage beantworten. „Warum werde ich eigentlich immer dicker?“ wird sich dann in Bewegungsmangel und zu vielen Kalorien äußern, denn du bist ja kreativ genug, dir die Frage zu beantworten.

Nutze diesen Mechanismus lieber zu deinem Vorteil. Stelle ermächtigende Fragen, z. B. „Warum bin ich so schlank und vital?“ – auch hier wird dein Unterbewusstsein kreative Antworten finden, wenn du die Frage nur oft genug stellst.

Afformationen sind also sehr kraftvoll.

Möglichkeit 3: Aufgenommene Suggestionen

Du kannst dir schlecht selbst einreden, wie wundervoll du bist? Dann lass es dir von einer lieben Stimme sagen!

Hörprobe „Liebe Deinen Körper“ (kostenloses Thema)

von der kyō Mobile App „Motivation & Entspannung“

Das Hören von Suggestionen in „Du-Form“ kann sehr viel einfacher und sogar effektiver sein – haben doch Deine Eltern so mit Dir gesprochen, und Dich auf diese Weise sicher sehr geprägt.

Gerade wenn Du noch unsicher im Umgang mit Affirmationen bist, kann Dir unsere App gute Dienste leisten. Probiere es einfach aus! Wir haben eine Auswahl an Themen, die du dauerhaft kostenlos nutzen kannst.

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Super dabei: Du kannst alle Affirmationen in der App auch als Silent Subliminal abspielen. Und das bringt mich direkt zur nächsten Möglichkeit …

Möglichkeit 4: Silent Subliminals

Hast du schon einmal von Silent Subliminals gehört? Das sind Tonaufnahmen, also gesprochene Affirmationen oder Suggestionen, die durch einen logarhitmischen Soundfilter in einen Frequenzbereich verschoben wurden, der nicht bewusst hörbar ist.

Ein erwachsener Mensch hat ein Hörspektrum von 20 bis ca. 15.000 Hertz. Bei Silent Subliminals werden gesprochene Affirmationen, Suggestionen oder auch Afformationen in einen, vom Menschen nicht mehr bewusst aber dennoch wahrnehmbaren Frequenzbereich zwischen 15.000 und 20.000 Hertz verschoben.

Das bedeutet, dass die Aufnahmen dann für dich lautlos sind. Ihre Informationen werden dennoch von deinem Gehirn verarbeitet. Durch ihre Unhörbarkeit umgehen sie deinen Inneren Kritiker und erreichen dein Unterbewusstsein direkt.

In unserem Blog-Artikel tauchen wir noch etwas weiter in die Tiefe: Silent Subliminals. Wie sie wirken und wie Du sie für Dich nutzen kannst.

Richtig angewendet sind Affirmationen ein kraftvoller Begleiter.

Wie du siehst, gibt es mehrere Möglichkeiten, Affirmationen gefahrlos für dich nutzen zu können. Und mehr noch: Affirmationen wirken wie Rückenwind auf dem Weg zu deinen Zielen.

Wenn du dir in eigenen Formulierungen unsicher bist, lass dich gerne von unserer App begleiten. All unsere Texte sind möglichst reibungsfrei formuliert und durch Afformationen ergänzt. Du kannst wählen zwischen der „Du“- und der „Ich“-Form und jedes Affirmations-Thema kannst du auch auf Subliminal stellen.

Ich bin Tanja, Gründerin von kyō.
Seit fast 20 Jahren orientiere ich mich am Buddhismus, meditiere regelmäßig und besuche Retreats.

Ich glaube daran, dass Glück dann entsteht, wenn Du Ja sagst zu Dir selbst. Das Leben ist ein fortwährender Entwicklungsprozess, und ich möchte Dir auf dieser Webseite Ideen, Konzepte und Produkte vorstellen, die mir auf meinem Weg schon geholfen haben.

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